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Ist das Gesundheitssystem noch zu retten? Die Vision eines anderen Weges

 

Freitag, 09. November 2018, von 9.45 – 14.30 Uhr

Haus Glaser

Bergstraße 23, 01069 Dresden

 

Es war uns gelungen, Christian Felber, den Pionier der Gemeinwohlökonomie, für einen Workshop zu gewinnen

 

Erläuterung des Workshops mit Christian Felber

Eine Werdens-Begleitung findet ja immer in einem gesellschaftlichen Kontext statt, der das Leben eines Menschen wesentlich bestimmt. Die Menschen suchen nach einer Werdens-Begleitung aus vielfältigen Gründen:

  • weil sie ihre Lebensumstände als unverträglich und eventuell sogar unerträglich empfinden, 
  • weil sie zu der Auffassung gelangt sind, so wie bisher kann es nicht weitergehen, 
  • weil sie nicht weiterhin benutzt und ausgebeutet werden wollen, 
  • weil sie nicht mehr nur funktionieren wollen, 
  • weil sie ihr Leben nicht verfehlen wollen, 
  • weil sie es, „so wie es zur Zeit läuft“, als ungerecht wahrnehmen, 
  • weil sie möchten, dass in ihrem und den Leben anderer Menschen (endlich) wieder Würde und Respekt Platz und Bedeutung haben sollten, 
  • weil sie sich in der derzeitigen „Welt“, in der „alles“ einem ökonomischen Kalkül unterworfen wird, fremd vorkommen und sie heimatlos geworden sind, 
  • weil sie …

In der Werdens-Begleitung schwingt also immer der Vergleich des bisherigen Lebens mit der hoffnungsvollen Vision von einem >guten Leben< mit. Eine solche konstruktive Vision des übergreifenden Kontextes des >öffentlichen Lebens< und – für uns besonders wichtig - des Gesundheitssystems (neudeutsch: der Gesundheitswirtschaft) wird jedoch bei den derzeitigen politischen Gestaltern und Entscheidungsträgern meist schmerzlich vermisst. 

 

Betrachtet man das derzeitige Gesundheitssystem, dann hört man eigentlich nur Unzufriedenheit und Klagen. Alle leiden: die Akteure der medizinischen und der psychotherapeutischen Behandlung und der Pflege, die Patienten und die Krankenkassen. Permanente Arbeitsüberlastung, keine Zeit für die notwendige menschliche Zuwendung für die Menschen in Not, lange Wartezeiten bis zu einem Behandlungstermin. Dies sind nur drei der vielen alltäglich geäußerten Mängel. Und: Es scheint aus dem derzeitigen chronisch unbefriedigenden Zustand und den weiteren destruktiven Entwicklungen des derzeitigen Gesundheitssystems keinen Ausweg zu geben. 

 

In dem Workshop mit Christian Felber soll nun nach einem Ausweg aus dieser unerträglichen Misere gesucht werden. Wir möchten einen anderen hoffnungsvollen Weg, der gemeinwohlökonomisch orientiert ist, ansprechen und mit den Teilnehmenden des Workshops diskutieren, um erste Kristallisationskerne für eine konstruktive und humane Entwicklung in diesem wichtigen Sektor des individuell menschlichen und des institutionell organisierten öffentlichen Lebens anzubahnen. Mit der Kooperative Werden ist ja auch der Perspektivwechsel hin zu einer „solidarischen“ Finanzierung der professionellen Werdens-Begleitung verknüpft. Der Workshop steht deswegen unter dem Thema:

 

Ist das Gesundheitssystem noch zu retten?

Die Vision eines anderen Weges

 

Freitag, 09. November 2018, von 9.45 – 14.30 Uhr

Haus Glaser

Bergstraße 23, 01069 Dresden

 

Der Workshop könnte den folgenden Verlauf haben, an dem Christian Felber bis 12.30 Uhr mitwirken wird:

 

09.15 – 09.45    Ankommen

 

09.45 – 09.55    Begrüßung und Einführung 

                          

09.55 – 11.15    Der andere Weg: Was ist Gemeinwohlökonomie?

                           Vortrag mit Spiel und Diskussion

                           Referent und Moderator: Christian Felber (Wien)

 

11.15 – 11.30    Miteinander-Gesprächs-Pause

 

11.30  – 12.30   Die Gemeinwohlökonomie im Gesundheitsbereich  

                            Referent und Moderator: Christian Felber

 

12.30 – 13.30   Imbiss und Miteinander-Gesprächs-Pause

 

13.30 – 14.30   Reflexion und Fazit: 

                          Welche Anregungen und Folgerungen nehme ich mit? 

                          Gibt es schon den Wunsch, nach jemandem zu suchen, um gemeinsam im 

                          beruflichen/ privaten Alltag >etwas< auf den neuen Weg einer „Kultur des 

                          humanen Werdens“ zu bringen? Gibt es schon erste Ideen, die Leiden am 

                          derzeitigen kranken Gesundheitssystem zu „heilen“? 

 

                          Moderiertes Gespräch