Tagung "Wohin führt der Weg?" - Quo Vadis?

01.-04. Oktober 2015 in Todtmoos/Schwarzwald

Veranstaltungsort: Rütte-Forum

 

Das Michelangelo-Projekt:       Das Wesen freilegen

Prof. Dr. Wilfried Belschner und Sabine Poetsch

Workshop am Freitag, 02. Oktober 2015, 15.00 - 18.30 Uhr

Michelangelo schlug ab dem Jahre 1501 die großartige Skulptur des David aus dem riesigen Marmorblock. Als er gefragt wurde, wie er dieses erstaunliche Kunstwerk erschaffen konnte, soll er geantwortet haben: „David war im Marmor immer schon da. Ich musste lediglich das Überflüssige wegschlagen.“ Auch in unserem Leben geht es darum, das Einzigartige unseres Wesens „freizulegen“. Entgegen allem gesellschaftlichen Druck ist es nicht vorrangig, eine Persönlichkeit zu entwickeln, welche den Normen der Gesellschaft gehorcht, das Optimum an funktionaler Arbeitskraft abliefert und den Sinn des Lebens im willigen Konsumieren sucht. Mit dem „Michelangelo-Projekt“ wollen wir vielmehr einen anderen Ansatz vorstellen, der die folgenden Fragen stellt:

  • Wozu leben wir „wirklich“?
  • Auf welche Weise kann ein Mensch unterstützt werden, aus der gesellschaftlich geformten Persönlichkeit zu „erwachen“ und sein „Wesen“/ seine „wahre Natur“/ seine „tiefste Sehnsucht“/ sein „Selbst“ … zu entdecken und zu entfalten/ freizulegen?
  • Wie könnte ein (anerkannter) Beruf aussehen, für den das „Freilegen“ des Wesens zentral ist und nicht das Beseitigen/ „Therapieren“ von „Abweichungen/ Störungen/ Krankheiten“, die einem Menschen zugeschrieben werden?
  • Welche wissenschaftlichen Grundlagen und welche Fertigkeiten braucht ein solcher Beruf?

Diesen Fragen wurde im Workshop mit Vortrag, Selbsterfahrungsübungen und Gespräch Raum gegeben. Das Michelangelo-Projekt will neue professionelle und institutionelle Wege gehen, um ein Menschenbild der Einzigartigkeit und der Würde als Grundlage des gesellschaftlichen Lebens einzuführen und zu etablieren.

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