Leitgedanken zur Ringveranstaltung

 

 

Menschen befassen sich immer wieder - und in kritischen Lebenssituationen besonders - mit den "großen", "letzten" Fragen:

 

  • Was ist die tiefste Sehnsucht für mein Leben?
  • Lebe ich mein Potential?
  • Erlaube ich mir, der Mensch zu werden, der ich werden könnte?
  • Bin ich auf dem Weg, der in meine "Mitte" führt?
  • Was ist das Wesentliche in meinem Leben?
  • Kann ich endlich der Mensch werden, der ich bin?
  • Wie kann ich "ganz" und "heil" werden?
  • Wozu lebe ich wirklich?

 

Mit den Antworten darauf, die sich die Betroffenen aus dem bisherigen Lebensverlauf geben können, sind sie dann des Öfteren unzufrieden oder nicht einverstanden. Vielleicht sogar so unzufrieden, dass sie und ihr soziales Umfeld darunter leiden oder sie mit fortdauernden körperlichen Symptomen darauf antworten. Sie erhalten von gesellschaftlich legitimierten "Experten" pathologisierende Diagnosen und es wird ihnen nahe gelegt, psycho-therapeutische oder medizinische Behandlungen in Anspruch zu nehmen. Denn sie würden die gesellschaftlichen Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht mehr erfüllen; sie gelten fortan als unangepasst, defizitär, gestört oder krank.

 

Mit der Kunst der Werdens-Begleitung wollen wir von der Kooperative Werden eine neue und andere Perspektive eröffnen. Wir wollen herausspringen aus dem herkömmlichen krankheitsbezogenen Beratungs-, Behandlungs- und Therapiehandeln und eine neue, andere professionelle Begleitung zur Verfügung stellen, die es erlaubt, das Potential, das in uns Menschen vorhanden ist, freizulegen und zum Leben zu erwecken. Damit wir erwachen können zu dem "ganzen" und "heilen" Menschen, der wir wirklich sein können. Und wir wollen beitragen zum Aufbruch in eine andere Kultur, die das Einzigartige eines Menschen und seine unbedingte und unabsprechbare Unverfügbarkeit anerkennt und würdigt.

 

Damit diese Umorientierungen erleichtert werden und gelingen können, ist es somit auch erforderlich, sich deutlich zu machen, in welche scheinbar "alternativlosen" kulturellen und gesellschaftlichen Kontexte wir derzeit eingebunden werden, die unser Selbstverständnis und unsere Lebenspraxis formen wollen, und welche Alternativen es dennoch dazu gibt. In der Veranstaltungsreihe werden deshalb auch die ökonomischen und philosophischen Modelle, in die wir eingewoben sind, vorgestellt. Ein Stichwort ist zum Beispiel die derzeit als alternativlos dargestellte, auf Wachstum und Rendite ausgerichtete krisenhafte Mainstream-Ökonomie im Vergleich zu einer auf Gemeinschaftlichkeit aufbauenden Postwachstumsökonomie.

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
Mensch, werde wesentlich! - Kooperative Werden